AUSBILDUNG
IM HANDWERK
Zwei Wege und
ein Ziel in der
Schreinerei
Mit den eigenen Händen etwas entstehen zu lassen, was am Ende sichtbar und greifbar ist, genau das macht für viele den Reiz einer Ausbildung im Handwerk aus. Auch Dominik und Jessica haben sich bewusst für eine Schreinerausbildung entschieden. Beide wollten nicht nur zusehen, sondern selbst gestalten, ausprobieren und erleben, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein fertiges Werkstück entsteht. Heute, im dritten Lehrjahr, stehen sie kurz vor ihrem Abschluss als Schreinergesellen bei REINHOLD KELLER, mit dem festen Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Der Mut, neu anzufangen
Dominik ist 34 Jahre jung und strahlt eine ruhige, angenehme Gelassenheit aus. Er gehört zu den Menschen, die erst genau hinschauen, kurz nachdenken und dann mit Überzeugung loslegen.
Der Weg in die Ausbildung war kein spontaner Entschluss, denn eigentlich ist er gelernter Netzwerktechniker. Beim Bau seines eigenen Hauses merkte er, wie sehr ihn praktische Arbeit erfüllt. Aus diesem wachsenden Interesse entstand die Entscheidung, noch einmal neu zu beginnen.
Privat ist Dominik am liebsten Papa. Zeit mit seiner Tochter gibt ihm Ausgleich und Motivation zugleich. Spaziergänge an der frischen Luft und kleine handwerkliche Projekte zuhause gehören für ihn dazu. „Man wächst an Aufgaben, egal ob im Job oder privat“, erzählt er.
Handwerk aus Überzeugung
Jessica ist 22 Jahre alt und wusste früh, dass sie einen praktischen Beruf lernen möchte. Holz als Werkstoff begeistert sie besonders. „Man kann unglaublich viel daraus machen“, erklärt sie.
In ihrer Freizeit zieht es sie oft in den Wald. Dort bekommt sie den Kopf frei. Und wenn es etwas mehr Tempo sein darf, steigt sie aufs Motorrad.
Sich selbst beschreibt sie als verantwortungsbewusst und kreativ. „Manchmal bin ich auch etwas tollpatschig“, sagt sie und lacht. Am meisten bedeutet es ihr, am Ende des Tages zu sehen, was man mit den eigenen Händen geschafft hat. „Wenn ein fertiges Werkstück vor dir steht, weißt du, dass sich jeder einzelne Arbeitsschritt gelohnt hat.“
DER WEG ZUR SCHREINERAUSBILDUNG
Wie viele junge Bewerber sind auch Jessica und Dominik über eine Online-Anzeige auf REINHOLD KELLER aufmerksam geworden. Nach dem ersten Kontakt folgte ein Schnupperpraktikum.
Gerade diese Tage im Betrieb waren für beide ausschlaggebend. „Da habe ich schnell gemerkt, dass es menschlich passt“, erinnert sich Dominik. Auch Jessica fühlte sich vom ersten Tag an willkommen. Der Austausch mit den Ausbildern Jürgen und Todd sowie das Arbeiten im Team bestätigten ihren Eindruck.
Ein großer Pluspunkt ist auch die hauseigene Lehrwerkstatt. „Nicht jedes Unternehmen bietet diese Möglichkeit“, sagt Dominik. „Hier kann man in Ruhe lernen, ausprobieren und sich Schritt für Schritt verbessern.“
AUSBILDUNGSALLTAG ZWISCHEN LEHRWERKSTATT UND PRODUKTION
Der Tag beginnt für die Schreiner Azubis immer gemeinsam. „Wir setzen uns jeden Morgen an den Tisch“, erklärt Jessica. „Dann schauen wir zusammen, was ansteht und wer wo unterstützt.“
Mal unterstützen sie in der Produktion, mal arbeiten sie in der Lehrwerkstatt an eigenen Projekten weiter. Mit jedem Projekt wächst die Routine.
Dass sie so gern mit Holz arbeiten, merkt man beiden sofort an. Dominik sagt: „Holz ist unglaublich vielseitig. Man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen, es formen, verändern und Schritt für Schritt etwas Eigenes entstehen lassen.“ Genau dieses Gestalten reizt ihn.
Lernen, wachsen, sicherer werden
Die Ausbildung zum Schreiner verlangt Präzision, Geduld und Durchhaltevermögen. „Man merkt schnell, ob man sauber gearbeitet hat oder nicht“, sagt Dominik mit einem Schmunzeln.
Prüfungen, Zeitdruck und der eigene Anspruch fordern Konzentration. Gleichzeitig stärken sie das Selbstvertrauen. Fehler gehören dazu. Entscheidend ist, daraus zu lernen. „Wir schauen gemeinsam, was man beim nächsten Mal besser machen kann“, erklärt Dominik. Auch Jessica spürt, wie sie heute mit deutlich mehr Gelassenheit an neue Aufgaben herangeht.
Zu den besonderen Projekten zählt für Dominik der Bau des großen Aquastuhls, der beim Aquaphobie Festival als Fotospot im Einsatz war. Für Jessica war ihr handgefertigtes Schmuckkästchen ein Highlight. Es komplett von Hand zu verzinken, erforderte viel Genauigkeit. Auch gemeinsame Aktivitäten wie der Azubiausflug nach Oberstdorf mit Rafting und Wandern stärken den Zusammenhalt.
Schule und Praxis im Zusammenspiel
Beide starteten mit dem Berufsgrundschuljahr in Miltenberg. In diesem ersten Jahr steht die Berufsschule im Mittelpunkt, ergänzt durch mehrere Praxiswochen im Betrieb. So werden handwerkliche Grundlagen vermittelt und direkt angewendet.
Ab dem zweiten Lehrjahr findet die Berufsschule einmal pro Woche statt. Auf dem Stundenplan stehen Werkstattunterricht mit Schnittproben, Maschinenkurse, Holzkunde, Mathematik sowie Montage und Service. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander. Wer Maße berechnet, Konstruktionen versteht und Materialeigenschaften kennt, arbeitet gewinnt mehr Routine und Eigenverantwortung.
STARTE DEINE AUSBILDUNG
IM #TEAMRK!
Teamgeist und Zusammenhalt
Was beide besonders schätzen, ist das Miteinander bei REINHOLD KELLER. „Wenn man eine Frage hat, hilft immer jemand weiter“, sagt Jessica.
Nun steht die Abschlussprüfung bevor. Für das Gesellenstück haben sie 80 Stunden Zeit. Diese Phase verlangt noch einmal volle Konzentration und zeigt gleichzeitig, wie viel handwerkliche Sicherheit sie in den vergangenen Jahren aufgebaut haben.
Wenn sie heute zurückblicken, sehen sie vor allem ihre persönliche Entwicklung. Aus anfänglicher Unsicherheit ist spürbares Vertrauen geworden. Aus einzelnen Arbeitsschritten ist ein präziser Umgang mit Material, Maschinen und Verantwortung entstanden.
Genau das macht für sie eine Schreinerausbildung im Handwerk aus: die Fähigkeit, mit den eigenen Händen etwas Bleibendes zu schaffen und dabei selbst zu wachsen.