Hotelumbau im
Motel One
Hamburg-Alster
460 Zimmer
in 14 Wochen
Ein Hotelumbau dieser Größenordnung beginnt nicht erst auf der Baustelle.
Er beginnt dort, wo aus Zahlen ein Plan wird, Zimmerin Bauabschnitte gegliedert werden, Materialien Teil koordinierter Lieferketten werden und die einzelnen Etagen einem festen Ablauf folgen. So entsteht aus vielen Einzelaufgaben ein abgestimmter Projektablauf.
Beim Motel One Hamburg-Alster musste all das gleichzeitig funktionieren. 460 Zimmer auf 19 Obergeschossen wurden innerhalb von 14 Wochen umgebaut, während der Hotelbetrieb weiterlief und parallel auch Arbeiten in der Lobby stattfanden.
Für REINHOLD KELLER bedeutete das, Planung, Möbelproduktion, Montage, Logistik und Generalunternehmerleistungen in einem koordinierten Prozess zusammenzuführen. Damit lag die gesamte Projektabwicklung in den Händen eines Partners.
UMBAU BEI LAUFENDEM BETRIEB
Das Motel One Hamburg-Alster liegt zentral in einem dicht bebauten städtischen Umfeld mit sehr guter Verkehrsanbindung. Das bestehende Gebäude und der laufende Hotelbetrieb bildeten den Rahmen für den Umbau.
Der Umbau eines Bestandsgebäudes folgt anderen Regeln. Während Teile des Hotels weiterhin genutzt wurden, wurden andere Bereiche abschnittsweise außer Betrieb genommen und umgebaut. Zu keinem Zeitpunkt durfte mehr als die Hälfte der Zimmer gleichzeitig außer Betrieb sein.
Jeder Bauabschnitt musste deshalb nicht nur mit dem Bauzeitenplan, sondern auch mit dem täglichen Hotelbetrieb abgestimmt werden. Wege der Gäste, Aufzüge, Zeitfenster für lärmintensive Arbeiten, Lieferungen und die Abstimmung mit dem Hotel wurden Teil des gesamten Ablaufs. Zimmer wurden außer Betrieb genommen, umgebaut, geprüft und anschließend wieder für den Hotelbetrieb freigegeben.
REINHOLD KELLER entwickelte einen Ablauf, der Baustelle und Hotelbetrieb miteinander verband. Die Herausforderung lag nicht allein in der Anzahl der Zimmer. Der gesamte Umbau musste umgesetzt werden, während das Hotel geöffnet blieb.
GRÖSSE BRAUCHT SYSTEM
Die Dimension des Projekts zeigte sich vor allem darin, wie viele Bereiche gleichzeitig geplant, umgebaut und koordiniert werden mussten.
Zeitweise befanden sich 276 Zimmer parallel im Umbau. Gleichzeitig wurde auf zehn Etagen gearbeitet, während auch die Lobby Teil der Baumaßnahmen war. Das Projekt umfasste zehn Bauabschnitte, zwei zusätzliche Bauabschnitte für die Lobby und zu Spitzenzeiten rund 100 Handwerker auf der Baustelle.
Damit der Umfang beherrschbar blieb, wurden die Zimmer abschnittsweise von den unteren Etagen nach oben umgebaut. Jeder Bauabschnitt umfasste zwei Etagen. Woche für Woche ging es weiter nach oben.
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Pro Woche wurden rund 56 Zimmer umgebaut. Vorbereitung, Wand- und Bodenarbeiten, Elektroarbeiten, Möbelmontage, Prüfung und Übergabe folgten dabei einem festgelegten Ablauf.
RK stimmte Möbelproduktion, Vormontage, Lieferung, Montage und Logistik auf die jeweiligen Bauabschnitte ab und koordinierte gleichzeitig die Gewerke, die Bauleitung und sämtliche Schnittstellen. Dadurch konnten die Bauabschnitte mit möglichst geringer Verzögerung aufeinanderfolgen.
Die Logistik war ein zentraler Bestandteil dieses Systems. Aufgrund der begrenzten Flächen vor Ort und lediglich zwei verfügbaren Aufzügen mussten Lieferungen, Materialwege, Lagerflächen und Entsorgung auf jeden Bauabschnitt abgestimmt werden.
Kapazität allein reichte nicht aus. Erst das Zusammenspiel aus Bauabschnitten, koordinierter Logistik und festgelegten Abläufen gab dem engen Zeitplan eine verlässliche Struktur.
IMPRESSIONEN
#TEAMRK IN VOLLER GRÖSSE
Beim Projekt Motel One Hamburg-Alster arbeiteten alle Bereiche der RK Group nach einem gemeinsamen Bauzeitenplan zusammen.
RK verband Möbelproduktion, Schreinergewerk, Vormontage, Lieferung und Montage mit der Verantwortung für den gesamten Umbau. Dazu gehörten die Koordination der Bauabschnitte und Gewerke, die Logistik sowie die Abstimmung mit Hotel, Auftraggeber und weiteren Projektbeteiligten.
Feste Ansprechpartner und kurze Entscheidungswege sorgten dafür, dass Informationen schnell an den richtigen Stellen ankamen. Gleichzeitig blieb jedes Team für seine Aufgaben verantwortlich und behielt den nächsten Bauabschnitt im Blick.
So griffen die einzelnen Leistungen ineinander und Entscheidungen konnten über die Bauabschnitte hinweg effizient umgesetzt werden.
Die Zusammenarbeit innerhalb der RK Group trug dazu bei, den Umbau Woche für Woche verlässlich durch das Gebäude zu führen.
VOM MUSTERZIMMER ZUM ROLLOUT
Bevor der Rollout startete, wurde vor Ort ein Musterzimmer aufgebaut. Es zeigte, was später in zahlreichen weiteren Zimmern funktionieren musste. Proportionen, konstruktive Details, Oberflächen, Montageabläufe und einzelne Ausführungsdetails konnten geprüft und für den weiteren Rollout angepasst werden.
Bei einem seriellen Rollout wirkt sich jede Entscheidung weit über das Musterzimmer hinaus aus. Was hier definiert wurde, bestimmte die Umsetzung in vielen weiteren Zimmern. Die Erkenntnisse aus dieser Phase flossen deshalb unmittelbar in Konstruktion, Planung und Koordination ein.
Ein zentrales Element waren die Bettkopfteile. Sie wurden bereits mit vorinstallierter Verkabelung und direkt in das Möbel integrierten Schaltersystemen produziert. Ein Teil der technischen Ausstattung wurde somit bereits während der Möbelproduktion vorbereitet. Das machte die Montage vor Ort effizienter und unterstützte zusätzlich den engen Bauzeitenplan.
Nach der Freigabe wurde das Musterzimmer zur verbindlichen Referenz für alle weiteren Zimmer. Die wesentlichen Fragen waren geklärt, bevor die Serienproduktion für den Rollout startete.
Bestand neu gedacht
Neben den Gästezimmern wurde auch die Lobby umgebaut und in die Bauabschnitte integriert. Bestehende Elemente wurden erhalten, angepasst und durch neue Materialien ergänzt.
Ein prägendes Element war die Rezeption. Sie erhielt eine Steinverkleidung und ihre geschwungene Form wurde angepasst, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Weitere Arbeiten umfassten Edelstahloberflächen an Bar und Rezeption, neue Tapeten,
Bilderrahmen aus Eiche sowie eine neue Verkleidung der Bar.
So erhielt die Lobby ein neues Erscheinungsbild, ohne ihren ursprünglichen Grundriss zu verlieren.









